Chronik der Reservisten

Da die Vereinsmitglieder des Krieger- und Soldatenvereins Zeitlam mit den Jahren zunehmend immer weniger wurden, beschäftigte man sich mit der Frage, wie kann der Verein weiterhin bestehen bleiben. Die Antwort darauf war bald gefunden. Es konnte nur mit einem Nachwuchs aus den Reihen der Reservisten weitergehen. Deshalb faßte man bei der Jahreshauptversammlung am 14.03.1965 den Beschluß, Reservisten der Bundeswehr in den Verein aufzunehmen, um die Tradition und das Vereinsleben weiterhin aufrechterhalten zu können. Im Jahr 1967 erfolgte die Aufnahme von 3 Reservisten in den Verein. Es waren dies die Kameraden Karl Allmeier, der seit 1967 bis heute 1. Fahnenträger des Krieger-und Soldatenvereins ist, sowie Frank Johann und Zimmerer Johann.

In den folgenden Jahren nahm die Zahl der Reservisten langsam zu.

Um die Belange der Reservisten bemühte sich damals Kamerad Ludwig Wegele. Durch das ständige Werben von Kamerad Karl Allmeier stieg die Zahl der Reservisten weiter an. Eine größere Zahl an Reservisten konnte im Jahre 1977 in den Verein integriert werden.

Ab Januar 1978 übernahm Kamerad Mathes Johann die Arbeit des RK-Leiters. In der kommenden Zeit wurde gezielt in den Monatsversammlungen militärische Weiterbildung betrieben, desweiteren nahm die Zahl der Teilnahmen an dienstlichen Veranstaltungen der Bundeswehr immer mehr zu.

Seinen größten Zulauf an Reservisten konnte der KSV Zeitlarn im Jahre 1978 verzeichnen. Allein in diesem Jahr traten dem Verein 24 Kameraden bei.

Erste Erfolge bei Vergleichsschießen stellten sich bereits im Jahre 1978 ein. Hier konnten die Kameraden Allmeier Karl, Mühlbauer Franz und Mathes Johann bei einem Vergleichsschießen in der Mannschaftswertung im G3 denl. Platz erringen.

Zur Jahreshauptversammlung 1979 zählten die Reservisten bereits 48 Mitglieder. Für das 1981 anstehende 60-jährige Gründungsfest wurden 1980 bereits mehrere Reservisten in den Festausschuß berufen.
Offiziell wurde 1980 auch die Reservistenkameradschaft Zeitlarn gegründet, die aber bis heute im KSV integriert geblieben ist.

Ab 1985 stellte sich bei den Reservisten eine gewisse Vereinsmüdigkeit ein. Für den RK- Leiter wurde es immer schwieriger, die Kameraden bei der Stange zu halten und sie für irgendwelche Aktivitäten anzuregen.

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Am Gründonnerstag 1986 hielt die RK Zeitlarn erstmals ein Preisschafkopfen ab, das bisher regelmäßig alle Jahre wiederholt wurde.

Bei der Jahreshauptversammlung am 20.3.1988 wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Dies nutzte Kamerad Mathes, die Arbeit des RK-Leiters in andere Hände zu legen. Als neuer RK-Leiter wurde Kamerad Edmund Mühlbauer gewählt, der sein Amt bis heute mit besonderer Sorgfalt ausübt. Kamerad Mathes übernahm das Amt des Schriftführers, das er ebenfalls immer noch inne hat. Mit dem neuen RK-Leiter, der durch seinen Vorgänger in sein Amt eingewiesen wurde, nahm auch das Interesse der Reservisten am Vereinsgeschehen wieder mehr zu.

Die Ehrenwache am Volkstrauertag wurde erstmals im Jahre 1987 von Reservisten übernommen. Seither wird diese Regelung beibehalten.

Im September 1988 kam mit Meier Rudolf ein Kamerad in unseren Verein, der durch sein Engagement unsere Reservisten zu neuem Ansporn verhalf. Die Leistungen innerhalb des Vereins nahmen stetig zu.

So konnte die RK Zeitlarn bei der Kreismeisterschaft des DSKBiB Donaugau Regensburg im Frühjahr 1989 in der Mannschaftswertung im MG den 2. Platz und im G3 Schießen ebenfalls den 2. Platz erringen.

Am 29. April 1989 nahm mit den Kameraden Meier Rudolf, Mathes Johann, Lorenz Franz, Lorenz Siegfried und Hartmann Anton erstmals eine Mannschaft beim Soldatenwettkampf in Runding teil. Obwohl sie von 22 gestarteten Mannschaften nur Platz 11 belegen konnten, war dies für die RK Zeitlarn ein großer Erfolg. 

Ab 1990 hielten unsere Reservisten einmal im Jahr vor dem Soldatenwettkampf im Materialaußenlager Hermried (früher Korpsdepot 276) eine Waffenausbildung ab. Beim Soldatenwettkampf im Mai 1990 im Raum Hagelstadt beteiligte sich unsere RK gleich mit 2 Mannschaften.

Am 20. Juni 1990 verstarb der 1. Vorstand des KSV Zeitlarn Kamerad Josef Boml. Bei der für den 5. August anberaumten Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, wurde Kamerad Meier Rudolf zum neuen 1. Vorstand des Krieger-und Soldatenvereins gewählt. Seit dem besteht die Vorstandschaft des KSV Zeitlam ausschließlich aus Reservisten.

Die erste gemeinsame Veranstaltung mit den Reservisten aus Regenstauf unternahm unsere RK am 15. und 16. September 1990 mit einer Schlauchbootfahrt von Nittenau nach Regenstauf, wobei in Hirschling übernachtet wurde.

Als Abschluß des Jahres 1990 folgte vom 7. - 9. Dezember, ebenfalls mit den Kameraden aus Regenstauf eine Winterausbildung auf der Ruselhütte.

Seit 1990 werden bei Schießveranstaltungen auf der Standortschießanlage in Neudorf regelmäßig aus unserer RK Reservisten als Funktioner abgestellt, um so einen reibungslosen Ablauf der Schießen zu gewährleisten.

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Höhepunkte des Jahres 1991 waren wiederum die Waffenausbildung in Hermried, der Soldatenwettkampf in Hohenwarth, bei der unsere Mannschaft von 28 Kameradschaften noch einen 17. Platz erringen konnte, sowie ein 3 tägiges Biwak mit der RK Regenstauf und dem 2. Fla Rgt 4 vom 13.-15. September, die Kreismeisterschaft des DSKBiB am 19. September, bei der unsere MG-Mannschaft den 2. Platz belegte und die Winterausbildung auf der Ruselhütte.

In Eigenregie baute Fahnenträger Karl Allmeier Anfang 1992 einen neuen Fahnenschrank, der in unserer Vereinsgaststätte untergebracht wurde. Durch seine Arbeit blieben dem KSV Zeitlam erhebliche Kosten erspart. Bei der Jahreshauptversammlung im März wurde Kamerad Allmeier durch den I. Vorstand mit einem Bierkrug geehrt.

Mit dem Jahr 1992 begann aber auch eine Zeit, bei der unsere Reservisten bei Schießveranstaltungen immer an vorderster Stelle standen. Beim Vergleichsschießen der RK Alteglofsheim am 15. Februar errang die RK Zeitlarn in der Mannschaft mit dem MG den 1. Platz. Bei der Kreismeisterschaft im Pistolenschießen am 16. Mai konnte Platz 3 belegt werden. Die Kreismeisterschaft des DSKBiB im G3- und MG Schießen am 27. Juni wurde von der RK Zeitlam im MG auf Platz 1 entschieden.

Bei dem Soldatenwettkampf am 8. Mai 1993 auf dem Standortübungsplatz Oberhinkofen kämpfte sich die Mannschaft der RK Zeitlam auf den 7. Platz vor, sodaß sie sich auch für die Bezirksausscheidung qualifizieren konnte. Auch im Jahr 1993 entschied die Mannschaft der RK Zeitlam die Kreismeisterschaft im MG- Schießen für sich und belegte wiederum den 1. Platz. Dies war dem Kameraden Feuerer Josef jedoch noch nicht genug. In der Einzelwertung im G3 belegte er unter 80 weiteren Teilnehmern Platz 1. Im Dezember folgte wieder der Aufenthalt auf der Ruselhütte, der mit einer Funkübung verbunden war.

Auch das Jahr 1994 war wieder mit vielen aktionsreichen Tagen angefüllt. Waffenausbildung in Hermried. Soldatenwettkampf am 7. Mai im Raum Hemau, unsere Mannschaft erkämpfte sich den II. Platz.

Kreismeisterschaft des DSKBiB. Die Mannschaft aus der RK Zeitlam holte sich zum 3. Mal in Folge den Titel "Kreismeister im MG-Schießen" und durfte so, den vom Ehrenkreisvorsitzenden des DSKBiB Kreisverbandes Donaugau Regensburg, Kamerad Michael Mauerer gestifteten Wanderpokal für immer behalten. Schlauchbootfahrt am 10. und 11. September auf dem Regen. Ruselhüttenaufenthalt vom 2. - 4.Dezember unter dem Motto "Versorgen und Bergen von Verwundeten unter schwierigen Bedingungen".

Im September 1994 konnte die RK Zeitlam mit Fräulein Alexandra Feuerer ihr erstes weibliches Mitglied unter den Reservisten aufnehmen.

1995 hat uns das Glück dann etwas im Stich gelassen. Beim Soldatenwettkampf am 6. Mai landete unsere RK auf dem letzten Platz. Die Kreismeisterschaft des DSKBiB am 27. Mai endete für die RK Zeitlam mit dem 2. Platz. Dennoch aber ist keiner unserer Reservisten verzagt, es wird weitergearbeitet wie bisher. Mit dem Spruch "In Treue fest" schließt die Chronik der Reservisten.